Sicherheit

Wie SpeakDo Ihr ERP schützt

Zuletzt aktualisiert: August 2026

1. Authentifizierung ohne Passwort

Jedes registrierte Gerät (Telefon, Tablet) erzeugt sein eigenes kryptografisches Schlüsselpaar lokal, im Moment der Kopplung mit dem ERP. Der private Schlüssel verlässt das Gerät nie und wird nie übertragen, auch nicht an MargePro SASU. Jede Anfrage wird mit diesem Schlüssel signiert, statt durch ein gemeinsames Passwort geschützt zu sein — es gibt also kein Benutzerpasswort, das abfließen könnte.

2. Verschlüsselung des ERP-Zugangs

Der API-Schlüssel Ihres ERP wird nie im Klartext gespeichert (libsodium, authentifizierte secretbox). Er wird bei autorisierten Aufrufen Ihres ERP nur vorübergehend im Arbeitsspeicher entschlüsselt und unmittelbar nach der Nutzung gelöscht; der administrative Zugriff ist streng begrenzt und wird protokolliert.

3. Tokens und Schutz vor Wiedereinspielung

  • Sitzungs- und Zahlungstokens werden ausschließlich als Hash gespeichert, nie im Klartext
  • Jede signierte Anfrage enthält einen Zeitstempel und einen Einmalwert (Nonce): Eine abgefangene und erneut gesendete Anfrage wird abgelehnt
  • Die gesamte Kommunikation ist über TLS verschlüsselt (HTTPS erforderlich)

4. Minimierung der an das Sprachmodell gesendeten Daten

Das Sprachmodell dient dazu, eine Anfrage zu verstehen und eine strukturierte Aktion vorzubereiten — nie dazu, über Berechtigungen zu entscheiden oder frei ins ERP zu schreiben. SpeakDo überträgt keine Kopie Ihres ERP: Es wählt nur den Kontext aus, der für die jeweilige Aktion nötig ist.

Kontext je Aktion minimiert

Manche Aktionen — insbesondere das Identifizieren eines Unternehmens oder eines Kontakts — verwenden eine minimale Auswahl erlaubter Felder: Name, Referenz und Ort, nie die vollständige Akte oder Bankdaten. Diese Minimierung je Aktion wird schrittweise auf den restlichen Katalog ausgeweitet.

Europäische Anbieter

SpeakDo bevorzugt europäische Anbieter für Hosting und Sprachverarbeitung — insbesondere OVHcloud, mit Scaleway als Ausweichlösung je nach aktivierten Diensten.

Kein Training mit Ihren Anfragen

Gemäß den veröffentlichten Zusagen von OVHcloud für AI Endpoints werden übermittelte Inhalte nicht zum Trainieren oder Verbessern der Modelle verwendet. SpeakDo protokolliert standardmäßig keine vollständigen Prompts.

Das ERP bleibt die maßgebliche Quelle

Das Sprachmodell schlägt eine Aktion aus einem geschlossenen Katalog vor; das ERP wendet die tatsächlichen Berechtigungen der Person an und führt den Schreibvorgang aus, bei Bedarf nach Bestätigung.

SpeakDo spricht von Minimierung, nicht von Anonymisierung: Manche Anfragen brauchen naturgemäß einen Kundennamen oder eine identifizierbare geschäftliche Angabe. Die Datenschutzerklärung beschreibt die Verarbeitungen und ihre Zwecke im Einzelnen.

5. Ihr ERP behält die Kontrolle

SpeakDo ersetzt weder Ihre Berechtigungen noch Ihre Freigaben:

  • Angewendet werden die Berechtigungen des ERP-Benutzers — nicht die von SpeakDo
  • Schreibvorgänge nutzen einen geschlossenen, versionierten Aktionskatalog, nie einen freien Schreibvorgang, über den das Sprachmodell entscheidet
  • Jeder sensible Vorgang wird der Person vor der Bestätigung angezeigt
  • Ein Gerät kann jederzeit aus Dolibarr heraus gesperrt werden: Für jeden Schreibvorgang wirkt die Sperre sofort (die Berechtigungen werden bei der Bestätigung einer Aktion systematisch erneut geprüft); für eine reine Abfrage greift sie spätestens nach 10 Minuten (Zeitfenster der erneuten Sitzungsprüfung)

6. KI-Agenten und kontrollierter Katalog

Ein über SpeakDo (per MCP) verbundener KI-Agent erhält nie freien Zugriff auf Ihr ERP. Er bekommt denselben geschlossenen Aktionskatalog wie die PWA, gefiltert durch dieselben ERP-Berechtigungen und gegebenenfalls durch ein Berufsprofil, das die relevanten Aktionen für einen bestimmten Kontext weiter einschränkt. Siehe SpeakDo KI-Agenten und Berufsprofile.

7. Hosting und Verfügbarkeit

Der Dienst wird von OVH SAS in Frankreich gehostet. Die Datenbank ist aus dem öffentlichen Netz nicht erreichbar.

8. Meldung von Vorfällen

Für Kontodaten, für die MargePro SASU Verantwortlicher der Verarbeitung ist, verpflichtet sich MargePro, die CNIL gemäß Artikel 33 DSGVO innerhalb von 72 Stunden zu benachrichtigen, wenn das Risiko es erfordert. Für die Geschäftsdaten Ihres ERP, die MargePro als Auftragsverarbeiter verarbeitet, informiert MargePro Sie im Fall eines Vorfalls unverzüglich: Es obliegt Ihnen als Verantwortlichem dieser Daten, den Vorfall zu bewerten und gegebenenfalls die Aufsichtsbehörde zu benachrichtigen.

9. Eine Schwachstelle melden

Sie haben eine Sicherheitslücke gefunden? Schreiben Sie uns an hello@speakdo.fr mit den Angaben, die zur Reproduktion nötig sind. Bitte veröffentlichen Sie eine Schwachstelle nicht, bevor sie behoben ist.